Velopflock ist nicht auf Twitter.

Velopflock hat keinen Twitter-Account. Deshalb twittere ich einfach hier. Das ist nicht so schwer: Man entferne die meisten Personalpronomen, den grössten Teil des Inhalts (falls überhaupt vorhanden) und halte das ganze auch formal kurz. Schon ist ein Tweet gemacht. Das habe ich aus meiner Zeitung, die eigenartigerweise Tweets von Prominenten abdruckt. Auf diesem Weg wurde mir auch klar, dass Velopflock keinen Twitter-Account will, braucht oder jemals haben wird.

Also:

Heute morgen echt wunderschöne Fahrt zur Arbeit. Kühler Rückenwind, Sonnenaufgang bei km 8. Dann vorbei an Schafherde. Hätte mich am liebsten sofort hingesetzt und in der Tradition der Schäferdichtung ein Gedicht geschrieben, hatte aber keinen Stift dabei und wusste das Versmass nicht mehr auswendig (Twitter-Timeout: ich weiss in letzter Zeit nicht einmal die Masse meines Velos wie Anzahl Zähne oder Reifendimensionen auswendig! Alarm! Twitter-Timeout-Ende). Ausserdem vertrieb mich grosser, weisser Herdenschutzhund. Hielt mich wohl für Wolf. Velofahren im Herbst schlägt alles!

Waren das nun zu viele Zeichen? Anfängerpech. Und dann ist der letzte Satz erst noch viel zu viel Inhalt für einen Tweet. Neuer Versuch:

Mitteilung in eigener Sache: Bin bis Dienstagabend ausser Stande, zu posten. Bin mit Familie auf Velotour. Kann schlecht Smartphone benützen, sonst wollen alle Kinder ein Game spielen damit. (Twitter-Timeout: OK, ich könnte sie auf dem Smartphone eine Antwort auf ihre todsicher auftauchende Frage „Wie lange geht’s noch?“ suchen lassen, dann würden sie womöglich noch etwas lernen. Twitter-Timeout-Ende) Müsst also Geduld haben. Oder alte Posts lesen. Lohnt sich imfall. Ich staune selbst auch immer wieder.

Huch, das waren nun mehr als 1.5 Tweets hintereinander, so zeichenmässig und so. (Zählen Leerzeichen eigentlich auch?) UND ich habe ein überflüssiges Personalpronomen verwendet. „Ich“ ist sowieso das überflüssigste Wort in einem Tweet, denn wer twittert schon über etwas anderes als sich selbst? Wenigstens habe ich die inhaltlichen Richtlinien erfüllt. Nun reisse ich mich aber zusammen:

Sitze gerade am Computer. Um halb sechs sitze ich wieder auf dem Velo. Freu mich mega drauf.

Wer sagt’s denn!

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7 Gedanken zu “Velopflock ist nicht auf Twitter.

  1. Super! Und ich geh jetzt heim (mit dem Velo durch den Herbstregen), und dann in die Ferien (auch in den Regen — soll ich Velo mitnehmen?).

    1. Ein Velo bei sich zu haben, kann nie schaden. Ist das Wetter wirklich zu schlecht, kann man immer noch schrauben, in aller Ruhe. Du hast brigens einen Artikel weggelassen, kein Personalpronomen. So wird das nie was mit Twitter.

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