Velo-Archäologie oder Auch das Fahrrad hat sich nicht nur zu seinem besten entwickelt

Guten Tag, liebe krydsende cyklister (sprich: kreuzende Radfahrer. Das war: Dänisch) und andere Freunde der mobilité douce (sprich: süsse Beweglichkeit, auch: Langsamverkehr. Das war: Französisch)

Michael Colville-Andersen, Jahrgang 1968, aus Dänemark, macht ganz furchtbar viel für die Popularität des Fahrrads in Kopenhagen, in Dänemark und auch in der ganzen westlichen Welt. Das ist unbestritten. Ob seine Arbeit den Modalsplit des Fahrrads in Kopenhagen in die Höhe geschraubt hat oder eher umgekehrt, kann ich von hier aus nicht sagen. Und es interessiert mich auch nicht so sehr. Jedenfalls schiesst Herr Colville-Andersen hübsche Fotos von hübschen Menschen auf hübschen Fahrrädern, was immer eine Augenweide ist (also die Fotos, nicht er beim Schiessen, obwohl er selber letzteres bestimmt auch hübsch findet), und ich frage mich immer, ob der alle seine vorbeiradelnden Modelle fragt vor dem Auslösen, ob er die Fotos alle stellt oder ob er aus einem Versteck knipst. In letzter Zeit zeigt er mehr posierende Modelle, was darauf hindeutet, dass er ab und an auch eine aufs Maul gekriegt hat von einem hübschen Modell.

Weiter frage ich mich, ob er mit seinem Cycle-Chic-Manifest (Tenor: Ich fahre lieber gar nicht Velo als mit Kleidern und Accessoires, die nicht perfekt aufeinander, aufs Velo, aufs Wetter und auf die Jahreszeit abgestimmt sind) nicht eher die Leute vom Velofahren abhält, statt sie dazu zu motivieren. Lesens- und bedenkenswert ist das Manifest allemal. Falls mich jemals ein Journalist fragt, welche lebende Person ich gerne einmal treffen würde, dann würde ich überlegen, ob Helen Mirren noch lebt, und falls nicht, dann würde ich sofort sagen: „Michael Colville-Andersen!“, denn ich würde ihn fragen wollen, wie oft er schon eine Velofahrt NICHT gemacht hat, weil er beim Checken seines Manifestos festgestellt hat, dass er einen Punkt heute gerade nicht erfüllen kann. Mann, nähme mich das Wunder.

Egal. Auf seinem Blog stehen jedenfalls ein Haufen interessanter Sachen, also wirklich so richtig viele, und etwas will die Velopflock-Zentralredaktion niemandem vorenthalten, schon dar nicht seinem Leser bzw. seiner Leserin (schöne Grüsse an dieser Stelle! Wie war’s denn im Urlaub?). Viel Vergnügen beim Lesen, und denkt dran: das eine oder andere lässt sich sicher noch auftreiben oder nachbauen! Nun aber hier weiterlesen.

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