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Der Weihnachtsmann – derbere Zungen wie die schweizerische nennen ihn Samichlaus – wohnt am Nordpol – der Samichlaus allerdings wohnt im Scaläratobel, schlagen Sie das ruhig mal nach, aber das ist jetzt gerade von untergeordneter Bedeutung. Am Nordpol könnte man dem Weihnachtsmann mal einen Besuch abstatten und ihm mit den ganzen Geschenken und Rentieren und dem Schlitten helfen. Ihm vielleicht auch einfach Gesellschaft leisten oder danke sagen für all die aufregenden Momente, die er uns in unserer Kindheit „geschenkt“ hat (denn wer sagt, Aufregung sei durchwegs positiv? Eben.). Bloss: Am Nordpol führt keine Veloroute vorbei, nicht mal im Winter. Ist ja auch ein bisschen weit, besonders für Neuseeländerinnen und -länder. Wer also an den Pol will, aber irgendwie doch nicht ganz, kann immerhin zum Po. Zum Beispiel so.

Von Lugano um Milano herumpirschen und dann urplötzlich mitten hineinfahren. Die meiste Zeit den Kanälen entlang, die mal Verteidigungsgräben waren und später den Marmor für den Dom transportierten.

Nicht erschrecken: Die Tour ist voll leicht und nicht etwa schwer. Von Lugano mit dem Schiff nach Porto Ceresio, erst dann aufs Velo klettern – was für ein gepflegter Auftakt! Geeignete und schöne Etappenorte: Varese, Pavia (das sind dann etwas über hundert Kilometer), Piacenza, Cremona. In Norditalien gibt es gute Verbindungen mit Regionalzügen, die haben Platz für Velos und sind nicht teuer. Falls die Rentiere mal schlapp machen.

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